121AAA – Philipperbrief Teil 4 – Philipper 2, 19 – 3, 21- Menschen, die ihre Umgebung verändern und der angstfreie Blick nach vorne

Paulus und sein Vertrauter Timotheus
19 Ich hoffe im Vertrauen auf Jesus, den Herrn,
dass ich Timotheus bald zu euch schicken kann.
Es würde mich beruhigen,
zu erfahren,
wie es bei euch steht.
20 Ich habe nämlich keinen ähnlich Vertrauten,
der sich so zuverlässig um euch kümmert.
21 Allen anderen geht es doch nur um sich selbst
und nicht um die Sache von Jesus Christus.
22 Ihr wisst, wie sehr sich Timotheus bewährt hat:
Er hat mit mir der Guten Nachricht gedient.
Er war wie ein Sohn für mich,
der seinem Vater zur Hand geht.
23 Ich hoffe also,
ihn bald schicken zu können –
sowie ich absehe,
wie es mit mir weitergeht.
24 Aber im Vertrauen auf den Herrn
rechne ich sogar damit,
dass ich bald selbst kommen kann.
Paulus schickt Epaphroditus nach Philippi
25 Ich halte es für nötig,
Epaphroditus zu euch zurückzuschicken.
Er ist mein Bruder,
Mitarbeiter und Mitstreiter.
Ihr hattet ihn zu mir geschickt
und er war mein Helfer in der Not.
26 Er hatte nämlich große Sehnsucht nach euch allen.
Außerdem machte er sich Sorgen,
weil ihr von seiner Krankheit erfahren habt.
27 Tatsächlich war er schwer krank
und dem Tod nahe.
Aber Gott hatte Mitleid mit ihm –
und nicht nur mit ihm,
sondern auch mit mir!
Ich sollte nicht ein Leid nach dem anderen erfahren.
28 Umso schneller schicke ich ihn jetzt los,
damit ihr euch über das Wiedersehen freuen könnt.
Und ich selbst habe dadurch eine Sorge weniger.
29 Nehmt ihn also voll Freude als Bruder auf!
Leuten wie ihm muss man wirklich mit Achtung begegnen!
30 Denn es war die Arbeit für Christus,
durch die er dem Tod nahe gekommen ist.
Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt,
um mir einen Dienst zu leisten –
den Dienst,
den ihr selbst nicht für mich tun konntet.

31 Im Übrigen,
meine Brüder und Schwestern:
Freut euch,
weil ihr zum Herrn gehört!
Es macht mir nichts aus,
euch immer wieder dasselbe zu schreiben.
Denn das gibt euch Sicherheit.
Ermahnung
Warnung vor den Gegnern
2 Nehmt euch in Acht vor den Hunden!
Nehmt euch in Acht vor den bösen Arbeitern!
Nehmt euch in Acht vor den Verstümmelten!
3 Denn wir sind eigentlich die Beschnittenen.
Wir sind diejenigen,
die dem Geist Gottes dienen.
Wir sind stolz,
dass wir zu Christus Jesus gehören.
Irdische Vorzüge spielen für uns dabei keine Rolle.
4 Obwohl ich selbst mich durchaus
auf solche irdischen Vorzüge berufen könnte.
Rückblick auf die Vorgeschichte des Paulus
4 Wenn sich also irgendjemand
auf seine irdischen Vorzüge berufen will –
ich hätte jedenfalls noch viel mehr Grund dazu.
5 Ich wurde am achten Tag beschnitten.
Ich gehöre zum Volk Israel,
zum Stamm Benjamin.
Ich bin ein Hebräer
und stamme von Hebräern ab.
In Bezug auf das Gesetz
war ich ein Pharisäer.
6 Über meinen Einsatz lässt sich sagen:
Ich verfolgte die Gemeinde.
Und was meine Treue gegenüber dem Gesetz betrifft:
Daran gab es nichts auszusetzen.
7 Aber alles,
was mir damals als Vorteil erschien,
betrachte ich jetzt als Nachteil –
und zwar im Hinblick auf Christus.
8 Ja wirklich:
Ich betrachte es ausnahmslos als Nachteil.
Dahinter steht die überwältigende Erkenntnis,
dass Jesus Christus mein Herr ist!
Verglichen mit ihm ist alles andere wertlos geworden,
ja, in meinen Augen ist es nichts als Dreck!
Das Einzige, was zählt, ist:
Christus zu gewinnen
9 und zu ihm zu gehören.
Denn ich gelte nicht als gerecht,
weil ich das Gesetz befolge,
sondern weil ich an Christus glaube.
Das ist die Gerechtigkeit,
die von Gott kommt
und deren Grundlage der Glaube ist.
10 Christus und die Kraft seiner Auferstehung
möchte ich erfahren.
An seinem Leiden möchte ich teilhaben –
bis dahin, dass ich ihm im Tod gleich werde.
11 Das alles geschieht in der Hoffnung,
auch zur Auferstehung vom Tod zu gelangen.
Paulus ist noch nicht am Ziel
12 Ich möchte nicht behaupten,
dass ich das alles schon erreicht habe
oder bereits am Ziel bin.
Aber ich laufe auf das Ziel zu,
um es zu ergreifen –
weil ja auch ich von Christus Jesus ergriffen bin.
13 Brüder und Schwestern,
ich bilde mir wirklich nicht ein,
dass ich es schon geschafft habe.
Aber ich tue eines:
Ich vergesse,
was hinter mir liegt.
Und ich strecke mich nach dem aus,
was vor mir liegt.
14 Ich laufe auf das Ziel zu,
um den Siegespreis zu gewinnen:
die Teilhabe an der himmlischen Welt,
zu der Gott uns durch Christus Jesus berufen hat.
15 Wir alle, die wir zu den »Vollkommenen« zählen,
sollen uns das stets vor Augen halten.
Falls ihr anderer Ansicht seid,
wird Gott euch auch darüber noch Klarheit verschaffen.
16 Jedenfalls sollten wir an der Überzeugung festhalten,
die wir bereits gewonnen haben.
Mahnung: Die Philipper sollen standhaft sein
17 Folgt meinem Vorbild,
Brüder und Schwestern!
Nehmt euch ein Beispiel an denen,
die so leben,
wie ihr es an uns beobachten könnt.
18 Denn viele leben ganz anders.
Ich habe euch schon oft vor ihnen gewarnt,
und auch jetzt kann ich nur unter Tränen schreiben:
Sie sind Feinde des Kreuzes von Christus!
19 Am Ende erwartet sie das Verderben!
Ihr Bauch ist der Gott, den sie verehren.
Und was eigentlich eine Schande ist,
darauf gründen sie ihr Ansehen.
Sie haben nur das Irdische im Sinn!
20 Wir dagegen haben schon jetzt Bürgerrecht im Himmel.
Von dort her erwarten wir auch den Retter,
den Herrn Jesus Christus!
21 Er wird unseren armseligen Leib verwandeln,
sodass er seinem eigenen Leib gleicht –
dem Leib,
der die Herrlichkeit Gottes sichtbar werden lässt.
Dazu hat er die Macht –
wie er auch die Macht hat,
sich alles zu unterwerfen.